Aufgabe für Tag 3

Tag 3 – Betrachte deine Vorbilder

Lesedauer: 8 Minuten
Bearbeitungsdauer: 40 Minuten

Nachdem wir in deine Kindheit zurückgegangen sind, bewegen wir uns langsam vorwärts in deinem Leben und betrachten als nächstes deine Vorbilder.

Wen hast du in deinem Leben bewundert und was hat diese Menschen ausgezeichnet? Wer waren deine „Helden“ in der Kindheit und Jugend? Wen hast du als junger Erwachsener bewundert und wen findest du heute faszinierend? Welche Stärken haben deine Vorbilder?

Erster Teil der Aufgabe:

Schreibe nun die Vorbilder in dein Notizbuch und notiere zu jedem, welche Eigenschaften du an diesen Menschen besonders bewunderst oder was diese aus deiner Sicht auszeichnet.

Hier die Vorbilder eines Coachies von mir:

  • Daniel Düsentrieb (der Erfinder in den Micky Mouse Comics)
  • Nachbar Harald (sehr netter Nachbar, der früher mit ihm als Kind immer gebastelt hat)
  • Mahatma Gandhi (pazifistischer Anführer der indischen Unabhängigkeitsbewegung)
  • Keith Harring (Künstler, Street Art)
  • Richard Brandson (Unternehmer)

Lese bitte erst weiter, wenn du deine eigene Liste deiner Vorbilder erstellt hast.

Zweiter Teil der Aufgabe:

Untersuche jetzt, welche Gemeinsamkeiten deine Vorbilder haben und schreibe diese in Stichworten auf.

Fortsetzung des Beispiels:

Vorbild Eigenschaften
Daniel Düsentrieb kreativ, freundlich, hilfsbereit, erschafft Neues
Nachbar Harald kreativ, freundlich, zugewandt
Mahatma Gandhi friedlich, verbindlich, vertritt seine Interessen, übernimmt Verantwortung, hartnäckig, geht Risiken ein, unternehmerisch
Keith Harring kreativ, hat das Kind in sich bewahrt, Kunst für die Straße statt für Museen
Richard Brandson übernimmt Risiken, genießt das Leben, macht verrückte Dinge, familienorientiert, unternehmerisch

 

Dritter Teil der Aufgabe:

Markiere im Anschluss die Top 3 Eigenschaften, die du auch gerne hättest (oder bereits hast und besonders an dir magst).

Fortsetzung des obigen Beispiels:

  • Kreativität
  • Hilfsbereitschaft
  • Risikobereitschaft

Vergleiche die Ergebnisse dieser Übung mit den Eigenschaften und Tätigkeiten deiner Berufswünsche aus deiner Kindheit. Gibt es schon Gemeinsamkeiten? Erkennst du bereits erste Muster? Unterhalte dich auch mit deinem Partner, deinen Eltern oder guten Freunden über eure Vorbilder, wenn es für dich passt. Viel Spaß und interessante Erkenntnisse dabei!

Mit dieser Übung beschäftigst du dich mit einem aufschlussreichen Thema, denn deine Vorbilder repräsentieren etwas, dass auch in dir schlummert, aber eventuell noch nicht (ganz) ausgelebt wird. Was wir bewundern, tragen wir häufig in uns. Aber aus irgendwelchen Gründen leben wir es nicht so aus, wie wir könnten.

Das Gegenteil ist übrigens auch interessant: Wenn wir bestimmte Menschen oder Handlungen verabscheuen, kann es sein, dass die etwas ausleben, was wir uns selbst nicht trauen, aber eigentlich gerne hätten. Wenn du zum Beispiel Angeber besonders störend findest, kann es sein, dass du eigentlich auch gerne etwas mehr zeigen würdest, was du kannst oder wie toll du bist. Aber als du Kind warst, wurde Angeben so stark verurteilt, dass du gelernt hast: „Das macht man nicht!“. Deshalb stellst du heute dein Licht vielleicht zu sehr unter den Scheffel. Beobachte das doch mal und denke darüber nach, es könnte sich lohnen.