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Heute geht es darum, dein Leben zu vereinfachen und zu entschlacken. Vielleicht kennst du Bücher wie Simplify your life! oder die Ratgeber von Marie Kondo über das Aufräumen? Falls nicht, geh doch demnächst mal in die Buchhandlung deiner Wahl und blättere ein bisschen in diesen Büchern.
In unserem Haushalt, unserem Alltag, unserem Freundeskreis, aber auch in unserem Unterbewusstsein haben wir über die Jahre Dinge aufgenommen, die wir irgendwann mal haben wollten, gefunden haben oder uns geschenkt wurden. Einiges davon hat uns eine ganze Zeit lang Freude bereitet, über manches andere haben wir uns schon immer geärgert. Nutze das 90-Tages-Coaching, um hier mal richtig aufzuräumen und auszumisten. Lass los, miste aus und entlasse Dinge aus deinem Leben.

Hier kommt der erste Teil der heutigen Aufgabe

  1. Mache dir eine Liste der Dinge, Aufgaben, Aktivitäten und Menschen, die dich Zeit, Geld, Energie und/oder Aufmerksamkeit kosten, und die dir keine Freude bereiten. Solche Dinge aufzugeben, loszulassen oder zu kündigen tun dir gut und geben dir mehr Freiheit für dich und deine Pläne.
  2. Priorisiere deine Liste in absteigender Reihenfolge, indem du jeweils eine Zahl an die Punkte schreibst.
  3. Im Anschluss notierst du zu jedem Punkt den jeweils ersten Schritt, um den Punkt aus deinem Leben loszuwerden und trägst diesen Schritt in deinen Kalender ein. Es sollte in den nächsten fünf Arbeitstagen drei davon eingeplant werden, den Rest in den drei Wochen danach. Beginne mit dem Punkt, der dir am meisten „Freiraum“ oder „Spielraum“ geben würde, wenn du ihn loswirst, dann den mit dem zweitgrößten Nutzen bei Verzicht usw.

Hier sind einige Beispiele zur Inspiration:

  • Kündige Mitgliedschaften, die dir nichts mehr bedeuten. Wenn es Dinge gibt, zu denen du dich verpflichtet hast (z. B. ein Verein), die dir aber nicht mehr am Herzen liegen, sondern sogar belasten, dann beende diese. Auch wenn es dir schwerfällt, weil du dadurch vermeintlich andere Menschen (z. B. Vereinsmitglieder) enttäuschst: Es wird dir ein stärkeres Gefühl von Freiheit und Selbstbestimmtheit geben.
  • Überlege dir, mit welchen Menschen du Zeit verbringst und wie gut diese dir tun. Freunde sind sehr wichtig für Zufriedenheit und Gesundheit und deine guten Freundschaften solltest du pflegen und keinesfalls für deine Arbeit opfern. Aber oft haben sich Menschen in ein Leben geschlichen, die einem Energie rauben, belasten und einen immer mit einem schlechten Gefühl zurücklassen, wenn man sich mit ihnen getroffen oder telefoniert hat. Auch wenn es eine große Überwindung kostet: Trenne dich von ihnen und nutze die Zeit für dich oder für Menschen, die dir guttun. Häufig schaffen es diese „Energiesauger“, dass man sich für sie verantwortlich fühlt oder ein schlechtes Gewissen bekommt, wenn man ihnen absagt. Lass dich davon nicht beirren. Es wird dir guttun und dir mehr Selbstvertrauen geben, wenn du für dich und dein Leben entscheidest, mit wem du deine Zeit verbringst.
  • Gib Aufgaben ab, die dir nicht am Herzen liegen. Überlege, welche Aufgaben und Arbeiten du im Alltag übernimmst und ob diese vielleicht jemand anderes übernehmen kann. Zum Beispiel könnten Fahrgemeinschaften mit anderen Eltern gebildet werden, um die Kinder zur Schule oder zum Sport zu bringen. Stelle eine Putzhilfe ein, um dir diese Arbeit abzunehmen. Vielleicht gibt es andere Menschen, die Spaß an Arbeit haben, die du abzugeben hast (z. B. Gartenarbeit) oder das gerne für geringes Entgelt tun (z. B. Jugendliche in der Nachbarschaft). Sei kreativ und traue dich, um Hilfe zu fragen. Es geht besser als du denkst!
  • Miste deine Zimmer, Schubladen, Schränke, Tische usw. aus. Das befreit ungemein. Nimm dir dafür erstmal nur einen Bereich vor (z. B. den Kleiderschrank, das Badezimmer, den Keller), besorge dir drei große, leere Kisten und setze dir ein Zeitfenster von 60 Minuten. In dieser Zeit gehst du alle Dinge durch, fragst dich, ob sie dir Freude machen, wenn du sie dir ansiehst. Wenn ja, dann kommen sie in die Kiste „Behalten“, wenn nicht, dann kommen sie in die Kiste „Entsorgen“. Wenn du dich nicht entscheiden kannst, packe sie in die Kiste „Mal sehen“. Nach den 60 Minuten räumst du die „Behalten“-Dinge schön an ihren Platz und wirst die Dinge in der „Entsorgen“-Kiste los: Teile landen im Müll, den Rest stellst du an die Straße, damit sich andere daran erfreuen. Was 48 Stunden später nicht weg ist, kommt ebenfalls in den Müll. Das ist bei einigen Dingen Ressourcenverschwendung? Ja, das stimmt! Es ist aber auch Ressourcenverschwendung, wenn du dein Leben damit belastet, daher drücken wir jetzt mal die Augen zu und schmeißen es einfach weg.